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Ausgabe Nr. 60 vom 01.11.2026
Der Inselbote
Guten Morgen,
Bichos, Raketen und noch einiges mehr im heutigen Inselboten.
Seitdem ich über die Bichos schreibe werden diese Tiere immer neugieriger. Immer mal wieder kommt eines auf meiner Arbeitsplatte vorbei und hebt den Kopf um zu sehen, was ich gerade schreibe. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bringe ich sie zum Schwimmunterricht in einem Wasserglas. Und da kein Schwimmlehrer da ist, ist hier ihr Schicksal besiegelt.
Wie angekündigt gibt es heute einige Rückmeldungen von euch zum Thema, wie ihr mit der Überzahl der Tiere umgeht und insbesondere eurem Versuch, Insektizide möglichst zu vermeiden.
Das ist jetzt aber noch lange nicht die letzte Folge dieser Serie – es gibt noch einiges zu sagen zu den Tieren. Und nun hat doch eines von diesen Kerlchen versucht, am Bildschirm hochzuklettern. Dabei ist er abgerutscht und im Bereich der Festplatte verschwunden. Ich hoffe mal, dass das Tierchen nicht versucht, jetzt meinen Computer zu manipulieren ….
In dieser Ausgabe auch wie angekündigt mehr zum Thema der Satellitenabschussrampe auf El Hierro bzw. den Versuch einiger Menschen dieses Thema nach 30 Jahren wieder aktuell werden zu lassen.
Und es gibt natürlich noch einiges mehr …
Viel Spass mit dem Inselboten und einen schönen Tag!
Matthias |
Meine Einschätzung zum Thema der Satellitenabschussrampe auf El Hierro
Als ich vor einigen Jahren die Entscheidung traf, auf diese Insel zu kommen, war ein wichtiger Aspekt, dass diese Insel für die touristischen Monokultur, wie man sie z.B. auf Teneriffa bewundern kann, vollkommen ungeeignet ist. Die größte Gefahr habe ich immer darin gesehen, dass El Hierro wie schon 1997 geschehen, wieder einmal als Schrottplatz für Projekte auserkoren werden könnte, die man in der Welt der Gierigen als „Fortschritt“ bezeichnet.
Und genau da sind wir jetzt. Im Oktober fand auf Teneriffa eine Veranstaltung namens „Horizontes 2035“ statt. Hier wurde auch der Satellitenbetreiber Pedro Duque eingeladen, seine Vorstellungen von der Zukunft der Kanaren der Öffentlichkeit zu präsentieren. Was dieser Mensch will, habe ich im Inselboten 58 kurz skizziert. Neben der auf El Hierro vorgesehenen Raketenabschussrampe soll jede Menge Raumfahrtindustrie auch nach Teneriffa kommen.
Die auf der Veranstaltung anwesende lokale Politik lag Duque zu Füssen, Ich weiss nicht, was in Teneriffa los ist. Aber auf dieser Insel scheint es eine unwahrscheinlich starke Lobby zur Zerstörung der Umwelt zu geben. Man schaue sich z.B. den Süden der Insel an und achte auf die Pläne zur Zerstörung weiterer Lebensräume auf der Insel. Der Bau der Formel 1 Rennstrecke ist nur eines der Bausteine.
Interessant ist auch die Präsenz des Militärs bei „Horizontes 2035“. Natürlich müsse die Abschussrampe auf El Hierro gebaut werden, weil dies die südwestlichste Insel des politischen Europas ist. Als ob es etwas ausmachen würde, ob eine Rakete auf El Hierro oder sonstwo auf den Kanaren gestartet werden würde. Um nicht missverstanden zu werden: Für mich gehört dieser gemeinsame Plan von Militär und Raumfahrtindustrie für die gesamten Kanaren vom Tisch.
Pedro Duque und Gefolge ist sich des zu erwartenden Widerstands bewusst. Er knüpft ja auch bewusst bei den Plänen von 1997 an und betont, jetzt sollte aber langsam mal Schluss sein mit den Kinkerlitzchen der Menschen auf El Hierro, die ja nicht ahnen würden, was für ein Wohlstand auf ihrer Insel ausbrechen würde, wenn ihm nur freie Hand gegeben würde. Endlich würden hier Facharbeitsplätze geschaffen werden. Aber ja, Herr Duque, wir haben hier auf der Insel auch so viele arbeitslose Ingenieure, die nur auf Hispasat und das Militär gewartet haben.
Die Zerstörer von Lebensräumen werden schlau vorgehen, denn sie sind sich des Widerstandes, den es zumindest in 1997 gab bewusst. Wenn wir ihre „Geschenke“ nicht nehmen werden sie vermutlich beginnen uns zu erpressen.
Schauen wir ihnen am besten von Beginn an auf die Finger, selbst wenn das Thema möglicherweise erstmal aus den Medien verschwinden wird. |
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Was tun gegen die Bichos Negros? Berichte von der Insel …
Aus El Pinar
Bezüglich der Bichos Negros wurde auch mir eine Giftflasche
zum Sprühen in die Hand gedrückt und es sei“ absolut ungefährlich “ für Katzen. Gift ist Gift! Basta. Ich setze es auch nur im Gästehaus ein bevor die Gäste kommen und dann nicht mehr. Ich informiere die Gäste über das Problem und sie können selbst entscheiden ob sie sich einnebeln. Meine Methode ist sehr zeitaufwändig und ich empfehle es auch den Gästen im Haus.
Ich fülle mehrere Joghurteimer mit Wasser, etwas Natron und Essig.
Sie sterben sehr schnell. Dann bin ich den lieben langen Tag unterwegs und fege sie zusammen und werfe sie in die Eimer. Das Natron neutralisiert den Geruch. Leider funktioniert es nicht als Sprühmethode, weil sie einfach davonkrabbeln.
Mir ist der Aufwand nicht zu viel, weil ich glaube, dass dies auch ihre
Paarungszeit ist und jeder tote B. N. vermehrt sich nicht. Ich möchte
betonen, dass ich dies alles nur auf meiner Terrasse und rund um das
Gästehaus mache, weil ich auch weiß, dass sie wichtig für den Boden sind.
Und noch einmal El Pinar
Ich habe sie erfolgreich mit Putzessig in einer Sprühflasche behandelt. ( bekommt man im Dino in Val Verde Sie besprühen , dann sterben sie. Ist zwar brutal, aber ungiftig für uns und Haustiere.
Aus einem Weinanbau in Echedo
Bei uns gab es nur ganz wenige, sodass man kaum von einer Plage sprechen konnte – und das, obwohl Nachbarn von uns von den Viechern geradezu überschwemmt wurden. Es muss also einen Grund geben, warum ausgerechnet wir verschont blieben.
Möglicherweise hat es damit zu tun, dass wir viele Rebstöcke rund ums Haus haben, die diesen Sommer regelmäßig geschwefelt wurden. Sicherlich wäre es keine Lösung, nun ohne weiteren Anlass mit Schwefeln zu beginnen, aber es scheint diesen erfreulichen Nebeneffekt zu haben. Vielleicht geht es ja anderen Weinbergsbesitzern ähnlich?
Aus San Andres
Mucho Bicho… der neue Gruss aus San André – auch hier wird auf das “s” traditionell vergessen, nur um die rurale original Herreño Herkunft zu unterstreichen – auf bayrisch würde das “Mia san mia” heissen, ma o meno ;-)
Nun, dieser Ausruf “Mucho Bicho” beinhaltet:
einen Gruss
eine Frage
eine Antwort
einen Ausdruck tiefster Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit
die totale Resignation, Kapitulation im besten Fall
Ich habe mich hinter die Frage der Botschaft gemacht, da ich davon ausgehe, dass sie (die Würmer) nicht ohne Sinn und Zweck in dieser Menge und Dichte unsere Häuser und Gemüter okkupieren.
Ich fand heraus:
Wenn jeder nur und ausschliesslich vor seiner Türe kehren würde, wäre schon ein bisschen mehr Frieden auf der Welt und wer weiss, vielleicht sogar überhaupt.
Wenn du mit dem Auftauchen jedes einzelnen Wurmes gewahr werden würdest, dass es sich um ein Sinnbild deiner (meist) verdrehten Gedanken und Falschwahrnehmung handelt, du wärst am Wege der Erleuchtung.
Wenn die Würmer Symbol für eine instabile und denaturierte Oekologie (Lehre vom Haushalt der Natur) sind, dann vielleicht auch für unsere eigene?
Der Haushalt der Natur, würde der Mensch nicht eingreifen, befände sich in einem Zustand dynamischen Gleichgewichtes.
Da es aber schon lange nicht mehr so ist, muss dieses Ungleichgewicht “bekämpft” werden, mit Gift, welches sich erneut, so oder so gegen uns, gegen unsere Natur wendet. Memento!
Ich kann nicht sagen, dass ich sie liebe, die Würmer – aber ein bisschen dankbarer bin ich geworden, ob ihrer Botschaften und ich möchte anregen, eure eigenen zu finden – HEUREKA ;-)
Und zum Abschluss für heute noch von einer Person, die schon bei der Anreise auf die Insel auf den Kampf vorbereitet ist:
Hola Matthias, ich habe gelesen,dass Pfefferminz Öl hilf: heißes Wasser (im Eimer) plus Putzmittel – zum Beispiel Essig, dazu 10 Tropfen Pfeffermint Öl und damit den Boden abwischen ( oder sonst irgendeine Fläche..) und in strategischen Stellen kann man auch mit (1!!) Tropfen extra nachhelfen – ist auch angeblich auch gegen Mäuse und Ratten gut. Ich auf jeden Fall habe das Öl gekauft und komme damit ( am 1 Nov ) auf die Insel. Bin gespannt.
Gerne höre ich von weiteren Erfahrungen, die ihr gerne teilen mögt.
Das Foto zeigt Bichos, die im Kontakt mit Kieselgur gestorben sind. Über dieses Mittel informiere ich etwas ausführlicher in einem der nächsten Inselboten. |
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Schwanensee
Für Fans des klassischen Ballets am kommenden Sonntag im Auditorio. Ist allerdings ausverschenkt. Aber vielleicht gibt es ja noch Möglichkeiten reinzukommen, wenn einzelne Plätze nicht belegt werden. |
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Einblicke in die Welt der Pflanzen auf El Hierro
Fincaführungen
Die Finca La Paz wird von vielen Besucher*innen eine Oase oder auch ein Biotop genannt. Du findest hier hunderte von Pflanzen, die typisch für diese Region sind, teilweise auch nur auf den Kanaren wachsen und mit anderen Worten endemisch sind. Andere stammen ursprünglich aus Afrika, Südamerika oder Australien. Und den Orobal gibt es selbst auf El Hierro nur in einer schmalen Zone, zu der auch die Finca La Paz gehört.
Individuellen Fincaführungen gehen auf Deine individuellen Interessen ein: Was möchtest du erfahren von den Pflanzen oder ihrem Anbau? Was möchtest du erfahren über die Geschichte dieser Finca und die Menschen, die hier leben oder gelebt haben? Wer mag kann auch einen Blick in unsere Gästehäuser werfen.
Fincaführungen geben dir oder auch deinen Besuchern oder Gästen Eiinblicke in die Vielfalt der Natur.
Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch
Beitrag: Kleingruppen bis 5 Personen 50 Euro
Dauer: ca. 1,5h
Hier die Infoseite für Fincaführungen auf deutsch und hier auf englisch.
JETZT EINEN INDIVIDUELLEN TERMIN ANFRAGEN!
Nächste Gruppenführung am 20. November …
Kontakt: info@finca-la-paz.com |
Auto zu kaufen gesucht
Wir suchen ein gebrauchtes Auto, das allerdings in einem guten Zustand sein soll.
Hat jemand eins zu verkaufen oder weiss jemand von anderen, die verkaufen möchten?
Matthias
Kontakt: Telefon 699-810309 (Telegram, Signal, Threema) oder einfach auf diese Mail antworten |
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Bei Grippe, Erkältungskrankheiten, wirksame Unterstützung von Wundheilungen und bei Entzündungen
Artemisia Annua
Artemisia annua ist eine Pflanze, der die Gesundheit des Menschen unterstützende Kräfte zugesagt werden. Zu diesen Eigenschaften gehören u.a. folgende Wirkungen:
Antiviral z.B. bei Grippe, COVID 19, Herpes, Gürtelrose und mehr
Stärkung des Immunsystems, Anregung der Abwehrkräfte
Entzündungshemmend: Bei Infekten, Gelenkbeschwerden, u.a.m.
Antibakteriell & antiparasitär, vor allem im Magen-Darm-Trakt
Wundheilend & desinfizierend; wirkt auch lokal bei bereits entzündeten Wunden
Leber- & Gallentonikum
Du kannst das Fläschchen mit 30ml bei uns auf der Finca für 15.- Euro erhalten.
Mehr Infos auf unserer Webseite oder auch in einem kurzen Video. |
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