Drei weitere Insektizide gegen die Bichos negros: ZZ-Insectizida, KH7 Desic, Ebogon Liquido
Nachdem ich im Inselboten 58 das am meisten gegen die Bichos negros eigesetzte Insektizid Fendona vorgestellt habe, schreibt eine Leserin:
„Fedona kann auch beim Menschen zu kribbelnden Gefühlen ähnlich wie Einschlafen in den Extremitäten führen. Das habe ich in der englischsprachigen Gebrauchsanweisung gefunden, nachdem ich nämlich genau dieses Phänomen erlebt hatte und keine andere Ursache ausmachen konnte.“
Nach Fendona stehen aktuell auf der Insel drei weitere Insektizide auf der Hitliste, wenn es um die bichos negros geht: ZZ-Insectizida, KH7 Desic und Ebogon Liquido
ZZ ist ein Pulver, KH7 eine flüssige Kombi aus Putzmittel und Insektizid.
Beide funktionieren auf Basis von Permethrin, einem starken Nerven- und Kontaktgift.
Ebogon Liquido wird gesprüht. Laut Herstellerangaben führt es auch bei Textilien oder an Wänden nicht zu Farbveränderungen. Der Hersteller ist der gleiche wie bei ZZ. Das Nervengift Cifenotrin (Cyphenothrin) lässt die Würmer beim Passieren eines besprühten Bereichs sofort in eine Starre fallen. Weitere wichtige Bestandteile sind d-Tetrametrina (d-Tetramethrin) und Kerosin.
Keines der drei Mittel wurde speziell gegen Bichos negros entwickelt. Sie sind in erster Linie für bzw. gegen Kleintiere, die sich in Ritzen verstecken. Dazu gehören Flöhe, Wanzen, Kakerlaken oder Ameisen. Sie entfalten allerdings auch bei den Bichos ihre tödliche Wirkung
Die drei Mittel einmal aufgetragen haben eine Langzeitwirkung über mehrere Wochen. Was im Körper der Insekten passiert möchte ich hier und jetzt nicht weiter ausführen. Aber wie schon erwähnt – es handelt sich bei diesen Mitteln um Kontaktgifte. Das Gift haftet an den Beinen und dem Körper des Insekts an und dringt in den Körper ein, sobald dieses über die behandelte Oberfläche läuft. Und es haftet natürlich an Pfoten oder Fingern. Von dort aus in den Mund gelangt entfaltet es ebenso seine volle Wirkung. Also:
Wer Kinder oder Katzen hat, sollte unter keinen Umständen eines dieser Produkte verwenden!
Es sei denn, dass gewährleistet ist, dass weder Kinder noch Katzen über mehrere Wochen Zugang zu den behandelten Flächen oder Bereichen haben. Es ist nichts zu sehen, es ist nichts zu riechen, aber eine Katze, die über ihre Pfoten mit den Giften in Kontakt kommt, hat keine körpereigenen Mittel diese abzubauen. Das führt zu schweren Leberschäden und kann für eine Katze tödlich sein. Für Wasserlebewesen zählt bei den drei Mitteln ähnliches wie bei Fedona: Schon kleinste Mengen, die ins Wasser gelangen, sind für alle dort lebenden Tiere tödlich.
Fazit: Wer Katzen hat, sollten unbedingt auf alle vier bisher genannten Insektizide verzichten. Und es gibt noch eine ganze Reihe weitere Gründe, sich nach Alternativen umzuschauen. Denn um es mal kurz anzusprechen: Auch wenn die menschliche Leber in der Lage ist, die Giftstoffe abzubauen, ist hiermit eine nicht zu unterschätzende Belastung des gesamten menschlichen Körpers verbunden.
Fortsetzung folgt. Es gibt Alternativen, wenn diese auch manchmal etwas mehr Aufwand bedeuten …
Gerne höre ich auch weitere Rückmeldungen zu deinen Erfahrungen im Umgang mit den Bichos. |